Fachwirt IHK

Fachwirt IHK

Der Fachwirt gilt als die höhere kaufmännische Qualifikation. Sie wird durch eine betriebswirtschaftliche berufliche Weiterbildung erworben. Der Fachwirt arbeitet wirtschaftsbezogen. So unterscheidet er sich von den Betriebswirten oder auch den Fachkaufleuten, die funktionsübergreifend arbeiten.

Der Fachwirt wird dem Meister gleichgesetzt und auch so angesehen. Der Fachwirt ist nach der Berufsausbildung der nachfolgende Karriere-Meilenstein.

Wer die berufliche Weiterbildung absolvieren möchte, sollte eine kaufmännische Ausbildung mitbringen, zudem einige Jahre Berufserfahrung innerhalb der Branche, in der man seine Fachwirtausbildung machen möchte.

Die Prüfungen finden vor der IHK statt. Die Prüfungen sind geteilt in einen wirtschaftsbezogenen Teil und in einen handlungsspezifischen Teil.

Mittlerweile sind die Karrierechancen für Fachwirte sehr gut. Bei einer Bewerbung haben Sie einen enormen Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern, die „nur“ eine kaufmännische Berufsausbildung haben.

Fachwirte sind in der Wirtschaft sehr gefragte Arbeitskräfte mit fundierten betriebswirtschaftlichen, juristischen und branchenspezifischen Fachkenntnissen. Die Fortbildung zum Fachwirt steht Absolventen einer kaufmännischen, landwirtschaftlichen oder gewerblich-technischen Berufsausbildung mit einschlägiger Berufserfahrung offen. Die für den Titelerwerb notwendige Abschlussprüfung erfolgt vor der Industrie- und Handelskammer (IHK). Es handelt sich bei der Qualifikation zum Fachwirt also um eine der Meisterprüfung gleichgestellte Aufstiegsfortbildung mit branchenspezifischen Schwerpunkten. Tatsächlich gibt es in Deutschland rund 30 verschiedene Fachwirte, vom Tourismusfachwirt bis zum Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen.

Sowohl öffentliche Einrichtungen als auch private Anbieter -– zum Beispiel Fernschulen –- bereiten auf die IHK-Prüfung zum Fachwirt vor, und zwar nach einheitlichen Richtlinien des Berufsbildungsgesetzes (BBiG). Die Fortbildung dauert per berufsbegleitendem Fernunterricht im Schnitt 18 Monate.

Aufgaben und Tätigkeit des Fachwirts

Die Aufgaben des Fachwirts liegen überwiegend im kaufmännischen Bereich.  Als Beispiel, arbeitet der Fachwirt im Sozial- und Gesundheitswesen in der Verwaltung und ist nicht pflegerisch tätig. Der technische Fachwirt arbeitet im Managementbereich und ist nicht mehr im operativen Bereich.

Fachwirte kennen jedoch den operativen und den Managementbereich. Daher sind sie idealer Ansprechpartner der Leitungsebene und der Produktionsebene, oder operativer Ebene. Fachwirte verstehen den Kaufmann des Unternehmens und den Praktiker des Unternehmens und bewegen sich zwischen beiden.

Anerkennung

Personaler mögen den Fachwirt. Personaler mögen grundsätzlich Mitarbeiter, die berufsbegleitend eine Weiterbildung absolviert haben. Dies zeugt von Engagement und Selbstdisziplin.

Der „Generalist“ unter den Fachwirten ist der Wirtschaftsfachwirt. Er lernt während seiner Ausbildung alle Bereiche der Unternehmung. Der Wirtschaftsfachwirt ist daher nicht an eine Branche gebunden.

Sollten Sie sich ins Ausland bewerben, so lassen Sie sich bitte eine internationale Urkunde ausstellen und das in englischer Sprache.

Der Vergleich von Fachwirt und Betriebswirt

Fachwirte und Betriebswirte werden bei Weiterbildungssuchenden miteinander verglichen.

Dabei stellt sich die Frage nach dem Unterschied. Der Fachwirt lernt branchenbezogene Kenntnisse. Daher gibt es beim Fachwirt unterschiedliche Fachrichtungsangebote. Hier einige Fachwirtsausbildungen die häufig vorkommen:

-Wirtschaftsfachwirt

-Handelsfachwirt

-Industriefachwirt

Technischer Fachwirt

-Bankfachwirt

Zu beobachten ist, dass die Auswahl an fachspezifischen Ausbildungen immer weiter wächst, wie z.B. Fachwirt für Kommunikation und Marketing, Tourismus usw.

Betriebswirte lernen ausschließlich funktionsübergreifend. Sie sind im Betrieb vielfältig einsatzbar. Nach einiger Zeit im Betrieb „spezialisiert“ sich der ‚Betriebswirt auf einen betriebswirtschaftlichen Bereich. Betriebswirtschaftliche Bereiche sind z.B.

-Controlling

-Personal

-Marketing

-Rechnungswesen.

Einen wesentlichen Unterschied ist der zeitliche Aufwand einer Ausbildung. Die Unterrichtsstunden bei den Weiterbildungsanbietern sind oft gleich. Jedoch beinhaltet die Ausbildung zum Betriebswirt einen erhöhten Bedarf an Eigenstudium. Der Lernstoff ist erheblich umfangreicher.

Man spürt innerhalb den Entscheidungsträgern in den Firmen eine Sympathie für die Ausbildung zum Fachwirt oder Betriebswirt. Als langjähriger Personaler kann ich sagen, dass sich die Betriebe mittlerweile sehr um diesen Personenkreis bemühen.

 

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